Labels und so oder wie!?
Spannend bleibt für uns vor allem die Frage, welche Abgründe und welche Formen menschlichen Handelns sich unter dem wohlklingenden Deckmantel eines „Labels“ so alles versammeln lassen.
Man kennt sie ja, diese Aussagen, die irgendwie bedeutungsschwer klingen, aber was sagen sie eigentlich konkret aus?
Denn je nach Auslegung kann dahinter so ziemlich alles stecken, persönliche Erfahrungen, individuelle „Untiefen“ oder schlicht unterschiedliche Sichtweisen.
Und ja, menschliches Handeln ist vielfältig, zum Glück, genau darin liegt ja auch seine Stärke.
Allerdings darf man sich schon die Frage stellen, für wen ist dieses Handeln eigentlich gedacht?
Nur für den eigenen Vorteil?
Für ein möglichst makelloses Erscheinungsbild nach außen?
Oder vielleicht doch für etwas so Unmodernes wie Ehrlichkeit?
Also auch mal dazu zu stehen, wenn etwas nicht ganz so rund lief wie geplant, inklusive der kleinen bzw. großen Stolperer auf dem Weg dahin.
So ein Label muss jedenfalls einiges aushalten, oft mehr Schein als Sein, gerne wohlwollend formuliert, aber sehr, sehr oft mit einer Prise Selbstinszenierung versehen.
Man könnte fast meinen, es handle sich um eine Art moderne Kunstform: „Interpretationssache, aber mit deutlicher Tendenz zur Eigenlob-Galerie.“
Am Ende bleibt die Erkenntnis, die Welt ist ein durchaus kurioser Ort, bevölkert von vielen Menschen und noch mehr Versionen dessen, was sie über sich selbst erzählen.

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