Iklusion? Was ist mit der Inklusion los?

 

Über Inklusion wird in den Medien erstaunlich einseitig berichtet, mal geht es um Kinder in Schulen, dann wieder um betriebliche Inklusion.

Schön und gut, aber was ist eigentlich mit all den anderen Menschen, mit kranken, behinderten oder schlicht benachteiligten Personen außerhalb dieser „Vorzeige-Bereiche“?

Inklusion ist kein Projekt für einzelne Gruppen. Inklusion betrifft alle Menschen, auch diejenigen ohne Behinderung oder Krankheit.

Es geht um ein Miteinander auf Augenhöhe in der gesamten Gesellschaft.

Umso erstaunlicher ist es, wie wenig darüber berichtet wird.

Stattdessen wirkt es, als sei das Thema seit Jahren politisch auf die lange Bank geschoben worden.

Seit 2009, seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention, gibt es eigentlich eine klare Verpflichtung.

Die Zahlen, Berichte und Entwicklungen zeigen jedoch etwas anderes, viel Ankündigung, wenig Umsetzung.

Man bekommt den Eindruck, dass sich kaum jemand in der Politik ernsthaft verantwortlich fühlt.

Und das ist das eigentliche Problem, Inklusion existiert auf dem Papier, aber im Alltag bleibt sie oft Stückwerk.

Deutschland gibt sich gerne fortschrittlich, doch bei genauerem Hinsehen ist der Stand der Inklusion eher ernüchternd.

Man kann über andere Länder denken, was man will, aber der Vergleich zeigt, es geht auch anders, Beispiel USA.

Wenn Inklusion wirklich gewollt ist, wird sie umgesetzt, ohne Ausnahmen, ohne Ausreden.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist seit dem 26. März 2009 geltendes Recht in Deutschland, verbindlich für Bund, Länder und Kommunen.

In Kraft getreten?

Ja.

Spürbar umgesetzt?

Für sehr, sehr viele Menschen leider bis heute nicht!

Kommentare

  1. Passt leider auch dazu.....

    In den letzten Monaten ist verstärkt darüber gesprochen worden, die Ausgaben für die Eingliederungshilfe zu begrenzen.

    Für viele Menschen mit Behinderung sowie ihre Angehörigen und ihr Umfeld löst das große Unsicherheit aus.

    Sie stellen sich die Frage, ob die notwendige Unterstützung künftig noch gewährleistet ist und ob ein selbstbestimmtes Leben weiterhin möglich bleibt.

    Auslöser dieser Debatte ist vor allem die angespannte finanzielle Lage vieler Kommunen, die seit Jahren über fehlende Mittel klagen und nach Einsparmöglichkeiten suchen.

    Auch auf Bundesebene wird dieser Druck aufgegriffen, die Sozialstaatskommission spricht sich dafür aus, die laufenden Gespräche zwischen dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Ländern und den Kommunen in erster Linie auf Einsparpotenziale in der Eingliederungshilfe zu konzentrieren, erste Ergebnisse werden bereits bis Mitte 2026 erwartet.

    Für Menschen mit Behinderung ist die Eingliederungshilfe jedoch keine beliebige Sozialleistung. Sie sichert ganz konkret den Alltag, etwa durch Unterstützung beim Wohnen, in Schule und Beruf, bei Freizeitaktivitäten oder in der Kommunikation.
    Vor allem ermöglicht sie echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und stärkt das Recht, selbst zu entscheiden, wie, wo und mit wem man leben möchte.

    Einschränkungen oder Obergrenzen bei diesen Leistungen hätten weitreichende Folgen, es ginge dabei nicht nur um finanzielle Einbußen, sondern um den Verlust von Selbstständigkeit und Lebensqualität.

    Eingliederungshilfe ist kein optionaler Zusatz, sondern eine grundlegende Voraussetzung für gleichberechtigte Lebensverhältnisse.

    Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland verpflichtet, Teilhabe als Menschenrecht zu sichern, daran muss sich politische Gestaltung orientieren.

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